Bei Reizung des subkutanen Bindegewebes durch BGM kommt es direkt zu einer Beeinflussung des vegetativen Nervensystems. Indirekt oder reflektorisch werden die Organe und ihre Funktionen beeinflusst. Definition der Bindegewebsmassage (BGM)



Durch Arbeiten mit 3 Verschiebeschichten ergeben sich unterschiedliche Techniken:



* Hauttechnik = in der Haut und Unterhaut

* Unterhauttechnik = in der Unterhaut und an der dünnen bindegewebischen Haut an den    Muskeln

* Fascientechnik = an der dünnen bindegewebischen Haut an den Muskeln



Entwicklung der Bindegewebsmassage



Die BGM ist eine rein auf Erfahrung entstandene Methode. Etabliert wurde die Technik von Frau Elisabeth Dicke (1884 - 1952), die 1929 unter einer fortgeschrittenen Durchblutungsstörung des rechten Beines litt. Die dadurch entstehenden Schmerzen in der Kreuzbeingegend und im Beckenbereich versuchte Sie durch ihre Hand zu lindern.



Sie spürte suboptimale Spannungszustände im Bereich der Haut und Unterhaut, des peripheren Bindegewebes und versuchte, trotz der vorhandenen Überempfindlichkeit dieses Areals, mit streichenden und ziehenden Fingern die erhöhten Spannungen zu verändern und diese "Infiltrate" zu teilen.



Diese Anwendung war erfolgreich und im Ergebnis ergab sich:



* Verminderung Kreuz- und Rückenschmerzen

* Angenehme Wärmeempfindung durch erhöhte Durchblutung



Ziele der Bindegewebsmassage



* Spannungsausgleich im subkutanen Bindegewebe

* Normales Aktivitätsmuster der Organe durch Förderung der vegetativ gesteuerten    Organfunktion

* Lösung von Verklebungen zwischen Subkutis und Muskelfaszie

 

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